
Da will ich einmal aus dem Nähkästchen plaudern und ein wenig mein Leben beleuchten. Die wichtigsten Stationen zumindestens, um einen Hintergrund für mein Unternehmen zu geben.
Technisch habe ich von 2001 – 2004 meine Ausbildung bei der, damalig so firmierten, TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG absolviert, heute als TRUMPF Werkzeugmaschinen SE immer noch weltbekannter Marktführer im Bereich Blechbearbeitung. Als Industrieelektroniker/Fachbereich Produktion habe ich nach drei Jahren die Prüfung abgelegt und bestanden.
Aus dem Nichts heraus habe ich natürlich keine Wahl getroffen und diesen Beruf einfach nur so gewählt, weil ich nicht wusste, was ich sonst machen soll. Nach meinem Abitur auf dem Technischen Gymnasium Max-Eyth-Schule in Stuttgart-Mitte, meiner immer noch geliebten und vertrauten Heimat, folgte ein Jahr harte Schule des Lebens als Zivildienstleistender :-)) (ich grinse still in mich hinein). Ein Jahr Bürotätigkeit und Verwaltung in der Technischen Abteilung im Diakonissenkrankenhaus Stuttgart-West. Ja, es ist ein wichtiger Baustein für meinen beruflichen und geschäftlichen Lebensweg. Hier lag damals, im Jahr 1999 in das Jahr 2000 übergehend die Keimzelle für die spätere Entscheidung des Jahres 2020, ein Unternehmen als Bürodienstleister aufzubauen. Ohne dass ich natürlich diesen Plan 20 Jahre mit mir herumgetragen hätte. Natürlich nicht, aber wer weiß schon, was noch kommen mag.
Der Zivildienst ging vorbei, danach folgte ein halbes Jahr auf der Universität Stuttgart mit dem glorreichen Beginn des Studiums der Elektrotechnik. Und dieses Wintersemester war ausschlaggebend, um die Entscheidung zu fällen, mich für einen handwerklichen Beruf zu entscheiden. Das Semester zeigte mir deutlich, dass ich kein Theoretiker bin und meine fachlichen Kenntnisse aus dem Technischen Gymnasium bei weitem nicht ausreichten, diesen Wust an komischen Formeln zu begreifen (ein wenig Ironie schwingt schon dabei mit 😉 ).
Ich musste etwas bauen, ich brauchte Material und Werkzeug um mich herum. Zwei Hände, die die Welt gestalten. Und um zeitlich noch einen rückwärtigen Bogen durch mein Leben zu spannen, darf meine Neugier erwähnt werden, wo ich mir in kindlichen Jahren irgendwann Ende der 1980er Jahre einen Experimentierbaukasten von Busch kaufte. Schön vom eigenen Taschengeld angespart, ein Elektronikbaukasten, gleich das größte Modell mit zwei Büchern voller Schaltungen. Viele Jahre Try & Error, Basteln, Staunen, Lernen, Leuchten, Summen, Austauschen, Stecken, Löten. Weiß es die Welt, warum ich damals die Elektronik zu meinem Hobby gewählt habe. Und wie ich dann als Teenager über einen Freund zu einer Amateurfunkgruppe kam und sogar noch mein Amateurfunkdiplom ablegte (tatsächlich kann ich mein Zeichen DB3STH nicht vergessen, dass ich für viele Jahre führte; „Deutsche Bahn und mein Namenskürzel“ 🙂 ).
Schon komisch, wenn man die Ereignisse seines Lebens betrachtet und wie das eine zum nächsten führte.
Ich liebe die Ordnung. Die geschäftlichen Umstände erfordern es einfach des Öfteren, ganz genau hinzuschauen. 🙂
Es hat etwas von Kunst an sich, einen Haufen loser Blätter in einen Stapel gerader Linien zu überführen. Der Blick auf das große Ganze und die Ruhe in mir drin, mit der bei der Übersicht die Konturen und Einzelheiten erkennbar werden, die als Leitfaden für die Sortierung dienen. Der Schreibtisch ist die Staffelei für große Gemälde aus Zahlen und Daten. Es ist ein Spaß und eine pure Freude, ein Teil der Wirtschaft zu sein und den Motor mit am Laufen zu halten.
Ich bin Entdecker von Neuland im Bereich der Systeme, Höhlenforscher im Gewirr der Verwaltungsgänge.
Die Schnittmenge zwischen meinem Können und dem Bedarf der Wirtschaft. Die Liebe zur Ordnung und zum Schreiben. Die Faszination, etwas zu vollbringen und aufzubauen. Ein Werk zu erschaffen, einzelne kleine Teile beizusteuern zum Großen und Ganzen. Wie Ziegelsteine, die mit Handwerkskunst gefertigt werden und ihren wichtigen Teil zur Stabilität des Hauses beitragen. Beachtung und Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen Schritt in der langen Kette legen.